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Lehmhistorie und Vorteile des Lehms

Lehmbautechniken sind seit mehr als 9000 Jahren bekannt. Bei Ausgrabungen im russischen Turkestan wurden Lehmsteinhäuser aus der Periode 8000 - 6000 v. Chr. entdeckt. In Assyrien sind Stampflehmfundamente aus der Zeit um 5000 v. Chr. nachgewiesen. Lehm wurde und wird heute noch in vielen Kulturen als Baustoff nicht nur für Wohnbauten, sondern auch für Befestigungsanlagen und Kultbauten verwendet. Die Chinesische Mauer z.B. war ursprünglich fast außschließlich aus Stampflehm gebaut und wurde viel später erst durch das Verblenden mit Natursteinen und Ziegelsteinen zur „Steinernen Mauer“.

Somit ist Lehm der älteste, aber zugleich auch einer der modernsten Baustoffe überhaupt.

Zunehmende Allergieprobleme haben viele Menschen für das Thema „gesundes Wohnklima“ sensibilisiert.
Aus diesem Grund erlebt der Baustoff Lehm eine wohlverdiente „Renaissance“.
 

Lehm ist in vielen Dingen anderen Baustoffen gegenüber haushoch überlegen.

Lehm speichert Wärme und trägt somit nicht nur zur Verbesserung des Wohnklimas, sondern auch zur passiven Energienutzung und damit zur Energieeinsparung bei.

Lehm reguliert die Luftfeuchte weil er relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese bei Bedarf wieder abgeben kann. Dadurch reguliert er die Feuchtigkeit der Raumluft und trägt zu einem gesunden Raumklima bei.
Messungen über einen Zeitraum von 5 Jahren in einem Wohnhaus mit Lehmsteinen und Lehmputzen ergaben, das die relative Luftfeuchte in den Wohnräumen das ganze Jahr über nahezu konstant war.
Sie betrug im Mittel 50% und schwankte lediglich um ca. 5%.